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Superfood – was steckt wirklich dahinter?

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Die sogenannten „Superfoods“ sind in aller Munde und preisen ihre unglaublich gesunde Wirkung für unseren Körper an. Doch wie gut sind diese exotischen Lebensmittel wirklich? Und braucht ihr sie wirklich, um gesund zu bleiben?

Was ist Superfood?

Der Begriff „Superfood“ bezeichnet reine Naturprodukte wie Beeren, Samen, Kerne, Gemüse oder Kräuter. Die Lebensmittel sind naturbelassen und möglichst unverarbeitet. Vor allem bei der Herstellung wird darauf geachtet, dass weder Fungi- noch Pestizide eingesetzt werden und das Ganze als „Bio“ deklariert werden kann. Dank diesen Massnahmen und den möglichst kurzen Transportwegen behalten diese Lebensmittel viele ihrer natürlichen Nährstoffen wie Vitaminen, Antioxidantien und Mineralstoffen.

„Superfood“ ist aber keineswegs eine Neuentdeckung, sondern lediglich ein neuer Begriff für bereits altbewährte Naturprodukte. Bei den Superfoods handelt es sich einerseits um exotische Lebensmittel wie Goji- und Aronia-Beeren, Chia-Samen, Quinoa und Erdmandeln. Andererseits gehören dazu aber auch heimische Erzeugnisse wie Heidelbeeren, Kürbissamen, Gerstengras, Löwenzahn, Petersilie oder Federkohl. Es muss also nicht von weit her kommen. Wir haben auch hier bei uns bereits solche „Superfoods“.

Nachfolgend stellen wir euch vier exotische Superfoods vor und nennen euch dazu heimische Alternativen.

Aronia-Beeren

Die Aronia-Beere stammt aus den USA und wächst dort auch wild. Ihre sehr hohen Werte an Antioxidantien (schützen unsere Zellen) sind gut für unseren Körper. Man kann sie auch nur in kleinen Mengen konsumieren, um den Tagesbedarf zu decken.

Heidelbeeren und schwarze Johannisbeeren enthalten etwa gleich viele Antioxidantien, Vitamine und Mineralstoffe. Diese könnt ihr selbst im Garten anpflanzen oder frisch auf dem Markt kaufen sobald Saison ist. Ansonsten gibt es auch eine getrocknete Variante oder Saft davon.

Chia-Samen

Chia-Samen bewirken dank ihrer ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffe ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Ballaststoffe tragen zu einer gut funktionierenden Verdauung bei, da sie die gesunden Darmbakterien ernähren und so Darmkrebs und Verstopfung vorbeugen. Sie können das Neunfache ihres Eigengewichts an Wasser binden, quellen im Magen auf und benötigen so mehr Volumen, das den Magen füllt.

Als heimische Alternative haben wir hier beispielsweise Leinsamen. Sie binden ebenfalls Wasser, quellen im Magen auf und sorgen so für ein schnelleres Sättigungsgefühl. Zusätzlich enthalten sie noch grosse Mengen an entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren, zusammen mit Ballaststoffen und Antioxidantien. Leinsamen erhaltet ihr in der Drogerie, sowie in ausgewählten Supermärkten.

Alles was ihr über die Wirkung von Omega-3-Festtsäuren wissen solltet findet ihr hier.

Algen

Essbare Algen, wie Chlorella, Spirulina und Afa sind sehr kalorienarm und schmecken teilweise etwas maritim. Wem der Geschmack zu stark ist, der kann getrocknete Algen (Nori-Blätter) auch zerstossen und als Gewürz verwenden. Andernfalls kann man die Algen auch einweichen, um einem stark jodhaltigen Aroma vorzubeugen. Danach sind die Algen zwar etwas schmierig oder glitschig, das ist aber normal. Man kann sie aber auch als Salat zubereiten und roh verzehren.

Algen helfen in angemessenen Mengen einem Jodmangel vorzubeugen. Sie enthalten aber ebenfalls viele lebenswichtige Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Beispielsweise Zink, Magnesium, Kalium, Kalzium, Selen und Eisen in hohen Konzentrationen. Ebenso die Vitamine A, C und E.

Auch hierzu gibt es heimische Alternativen, die ihr stattdessen verwenden könnt, wenn ihr beispielsweise den teils etwas fischigen Geschmack der Algen nicht mögt oder bei euch in der Nähe keinen Laden mit Algen finden könnt. Spinat ist ebenfalls sehr kalorienarm und enthält viele Ballaststoffe. Weitere Inhaltsstoffe des gesunden Blattgemüses sind Vitamin A, C und K1, ebenso wie Eisen, Calcium und Folsäure. Spinat könnt ihr sowohl tiefgefroren, als auch frisch auf dem Markt kaufen.

Quinoa

Dieses Superfood ist glutenfrei und hat eine etwas andere Nährstoffzusammensetzung als Hafer, Weizen und Co.

Quinoa ist ausserdem eine gute Quelle für hochwertiges pflanzliches Eiweiss. Falls ihr mehr über gute nicht tierische Proteinquellen erfahren wollt, haben wir auch gleich den richtigen Artikel für euch. Ausserdem enthält Quinoa viel Eisen, Folsäure, Magnesium, Zink und Mangan. Es enthält zusätzlich viele Ballaststoffe. Weil Quinoa ein Naturprodukt mit komplexen Kohlenhydraten und kaum weiterverarbeitet ist, lässt es den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen und sorgt so über längere Zeit für Energie für das Gehirn und die Muskeln.

Als Alternative zu Quinoa bietet sich „Hirse“ an. Hirse enthält viel Eisen und Magnesium, was es besonders interessant macht für Vegetarier und Veganer, bei denen manchmal Mangelerscheinungen auftreten können. Ausserdem enthält Hirse Eiweiss und ist als Schonkost geeignet. Zusätzlich ist auch sie glutenfrei, was sie auch für Glutenintolerante interessant macht. Wenn ihr mehr über Hirse erfahren wollt, dann werdet ihr hier fündig werden.

Nun habt ihr hoffentlich einen etwas besseren Einblick in das Thema der „Superfoods“ erhalten. Was ihr bevorzugt bleibt letztendlich euch überlassen, aber denkt daran, dass auch solch besonders gesunde Lebensmittel nicht eine insgesamt abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ersetzen können.

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